Zum Inhalt

Lernen im Orga-Team der CLC-Events

Lernen im Orga-Team der CLC-Events

Autorin: Sandra Richter

Wie alles begann

Ich erinnere mich noch gut, wie mein damaliger Chef im Januar 2020 zu mir sagte:

„Sandra, du musst dich bei Twitter anmelden, da kannst du so viel lernen." - „Sandra, lass uns nach der Learntec noch zur Liberating Structures User Group Stuttgart gehen." - „Sandra, geh bei der Learntec mal zum Stand der Corporate Learning Community, dort triffst du Oliver\ Ewinger und der macht einen Twitterchat. Da kannst du mal mitmachen." - „Sandra, melde dich mal beim Corporate Learning Camp an."

Dieser Chef war Joachim Niemeier, einer der Mitbegründer der CLC. Seinem ‚Stupsen' habe ich viel zu verdanken. Ich war damals weder bei Twitter noch bei LinkedIn aktiv, kannte die CLC nicht und wusste auch nicht, was Liberating Structures sind. Ich tappte in meinem mir eher langweilig gewordenen beruflichen Umfeld frustriert umher und wusste gar nicht, dass da eine Welt voller spannender Themen und Menschen auf mich wartete.

Nachdem ich 2020 noch eher schüchtern in der virtuellen Ecke stand und mich nicht wirklich traute, in den Austausch zu gehen, änderte sich alles, als ich mich meldete, um die Abendveranstaltung eines Corporate Learning Camps mitzugestalten. Hier lernte ich Alfred Zedelmaier und Kilian Schmelmer kennen. Wir hatten eine richtig tolle Zeit beim Erstellen der Map in gather.town und beim Planen von Spaß & Spiel im digitalen Raum. Bei den Spielen lernte ich dann weitere tolle Menschen kennen. Es wurde sehr viel gelacht. Und das hat mir meine Ängste genommen. Denn von Weitem wirken die Menschen in Social Media immer so fern und irgendwie besser, als man sich selbst einschätzt. Und dann lernt man sie kennen und siehe da, es sind auch nur Menschen. Nahbare Menschen, hilfsbereite Menschen, Menschen, die ihr Wissen und ihre Erfahrung nicht teilen, um anzugeben, sondern um auch mal die Perspektive zu wechseln, andere Gedanken dazu zu hören und manchmal einfach nur anderen das Leben zu erleichtern, weil ihnen Zeit zum Suchen von Informationen erspart bleibt.

Gerade bei Twitter war damals ein so munterer und wertvoller Austausch im Gange. Viele haben in der Pandemie nicht nur ihr Wissen, sondern auch ihre Fuck ups geteilt. Für Menschen wie mich waren digitale Zusammenkünfte ja noch vollkommen neu. Aber in der Community wusste immer jemand etwas, das für mich gerade hilfreich war. In zwei Jahren habe ich mehr gelernt, als in den fast 20 Berufsjahren davor.

Mein liebstes CLC-Format

Mein liebstes Camp bisher war das Corporate Learning Practice Camp am 31.08. und 01.09.2023 in Berlin. Natürlich war ich auch wieder im Orga-Team dabei. Zudem habe ich mit Wiebke Wetzel das Event moderiert und mich in dieser Rolle mehr als wohl gefühlt. Für diese Gelegenheit bin ich sehr dankbar, denn vorher war mir gar nicht klar, wie gut ich darin bin.

Wir haben im CLPC23 das konkrete Ausprobieren in den Vordergrund gerückt. Für mich genau richtig. Ich stelle immer wieder fest, dass ich reinen Vorträgen gar nicht gut folgen kann und dass mich diese sehr schnell langweilen. Aber beim miteinander Tüfteln auf dem CLPC23 hatte ich viel Freude und konnte mich gut konzentrieren. Und ich konnte mich viel besser mit den anderen Teilnehmenden connecten.

Das ist es, was es für mich ausmacht, in einer Community wie der CLC zu sein. Wir lernen miteinander und voneinander. Wir hören einander zu. Wir bringen Ideen ein und tüfteln gemeinsam. Wie können die Perspektive wechseln und erleben Wertschätzung.

Aktiv mitgestalten in der CLC

Nachdem ich damals bei diesem ersten Camp abends aktiv mitgemacht hatte, war ich bei vielen weiteren Camps im Orga-Team dabei.

Natürlich war es nicht immer nur rosig. Ich habe Chaos erlebt oder die Ablehnung von aus meiner Sicht genialen Ideen, wie dem richtig tollen Miro-Board, das Gabriele Schobess und ich für ein virtuelles Camp bauen wollten.

Und gleichzeitig habe ich viel gelernt. Auch über mich selbst. Beispielsweise, dass ich im Chaos den Überblick und die Ruhe behalte und mir wahnsinnig gern den Hut aufsetze in der Planung & Koordination. Oder dass ich sehr gern auf Bühnen stehe und fröhlich durch das Event begleite. Dass ich mir gerne interaktive Workshops ausdenke, in denen alle mal zu Wort kommen können. Und dass ich es nicht leiden kann, dass Frauen auf Bühnen nach wie vor unterrepräsentiert sind, obwohl ich persönlich kluge Frauen kenne, die so viel Leidenschaft für ihre Themen mitbringen.

Für mich ist das Beste daran, im Orga-Team mitzugestalten, dass ich gern unter Menschen bin, die etwas bewegen wollen und dabei offen und unterstützend sind. Mit vielen bin ich inzwischen eng befreundet und es gibt immer ein großes HALLO, wenn wir uns wiedersehen. Und allein dafür hat sich das Mitwirken bei den Veranstaltungen gelohnt.

Aus der schüchternen Frau, die sich anfangs nichts getraut hat, ist eine Frau geworden, der viele Menschen auf Events fröhlich winken, die an jeder Ecke angesprochen wird und die mit ihren Herzensthemen sichtbar ist.

Und das habe ich Menschen zu verdanken, die offen auf mich zukamen, obwohl sie nicht wussten, wer ich bin und die mein Potenzial sahen, bevor mir klar war, was ich alles so bewegen kann. Communities wie die CLC sind für mich ein wichtiger Booster für mehr Selbstvertrauen und Mut. Für Freundschaften und jede Menge genialer Ideen.

Kommentare