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Audio-Processing

Audio Processing

  • Effektgeräte: Unter dem Begriff "Effektgeräte" versteht man eine nahezu endlose Typenvielfalt von Geräten, mit denen man das eingehende Tonsignal auf dem Weg zum Mischpult verändern kann. Die meisten Geräte machen allerdings nur in der Musikproduktion wirklich sinn. Allerdings können manche Geräte auch die Klangqualität für Podcasts merklich beeinflussen und sollten bei aufwändigeren Produktionen zumindest erwogen werden.
  • Kompressoren: Die Kompression ist die wichtigste Signalverarbeitung im Radiobereich. Jeder kennt den Effekt vom normalen Radio hören: ob man "lauter" Musik oder einem ruhig redenden Nachrichtensprecher lauscht, nur selten sieht man sich genötigt, den Lautstärkeregler des Empfangsgerätes zu bedienen, weil sich im Kern immer das selbe Lautstärkeempfinden einstellt. Dies ist ein beabsichtigter Effekt und wird durch eine aufwändige Kompression erreicht. Als Kompression bezeichnet man konkret das Verändern des Audiosignals in einer Weise, so dass besonders laute Passagen in ihrer Lautstärke abgesenkt werden, während leisere Passagen weniger oder gar nicht verändert werden. Dies führt dazu, dass laute und leisere Passagen danach "näher" beinander liegen. Man spricht davon, dass die "Dynamik" des Signals erhöht wurde. Kompressoren müssen mit bestimmten Parametern gesteuert werden: ein Schwellwert (engl. Threshold) bestimmt, ab welcher Lautstärke die Kompression einsetzt und ein ein Kompressionsverhältnis (engl. Compression Ratio) bestimmt, in welchem Größenordnung die Kompression angesetzt wird. Zusätzlich kann der Übergang am Schwellwert weicher eingestellt werden (engl. Soft Knee) und meist übernimmt der Kompressor auch die Nachverstärkung des in seiner Lautstärke reduzierten Signals gleich mit, um den Lautstärkeverlust auszugleichen. Nicht selten finden sich noch zusätzliche Limiter, die das Signal nachträglich bei einer bestimmten Maximallautstärke hart begrenzen. Im Ergebnis hat man ein insgesamt lauter klingendes Signal, das die Unterschiede zwischen lauten und leisen Passagen reduziert. Die Kompression ist besonders für Podcasts wertvoll, da Podcasts häufig unterwegs und nicht selten in lauten Umgebungen gehört werden. Da ist es besonders wichtig, dass man die maximale Lautstärke des Abspielgeräts gut nutzt und ein sorgfältig komprimiertes Signal hält die gesamte Aufnahme auf einer hohen Gesamtlautstärke, so dass auch bei vielen Störgeräuschen der Inhalt immer noch deutlich wahrgenommen werden kann.

  • Expander: Der Expander ist der kleine Bruder der Kompression und ist besonders bei der Aufnahme mit mehreren Mikrofonen oder wenn die Aufnahme unter Bedingungen mit störenden Hintergrundgeräuschen durchgeführt wird, hilfreich. Ein Expander geht ähnlich vor wie ein Kompressor, allerdings werden hier leise Passagen noch leiser gemacht, während lautere Passagen weniger oder gar nicht verändert werden. Der Expander sorgt also dafür, dass in Gesprächspausen leise, aber für die Aufnahme nicht relevante Klangquellen, automatisch ausgeblendet werden. Bei Aufnahmen mit mehreren Mikrofonen kann der Expander das "Übersprechen" von einem auf ein anderes Mikrofon einschränken bzw. unterbinden. Damit erzielt man bei einer Mehrspuraufnahme besser voneinander getrennte Signale, was die Nachbearbeitung vereinfacht und auch potentielle Halleffekte aus der Aufnahme herausnimmt. Die Parametrisierung ist auch ähnlich zur Kompression. Wieder bestimmt ein Auslösewert (engl. Threshold) bis zu welcher Lautstärke der Expander aktiv werden soll und

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